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Kindertagesstätte
"Am Friedrich Franz Bahnhof"

"Das Kind konstruiert seine Welt, sein Denken und
Wissen selbst und eignet sich seine Umwelt
dabei aktiv an."

Jean Piaget

Die Einrichtungen des Instituts Lernen und Leben e.V., arbeiten nach dem Prinzip der Kreativitätspädagogik.

Das bedeutet: Jedes Kind verfügt über besondere Begabungen und einem großen Potenzial an Entwicklungsmöglichkeiten. In einer anregenden Umgebung kann jedes Kind seine individuellen Begabungen und Talente entsprechend entfalten.

Durch Inspiration, Motivation und individuelle Förderung wollen wir die Kinder befähigen, ihren Alltag mit eigenen Ideen und eigenen Lösungsmöglichkeiten (kreativ) selbstständig zu gestalten.

Wir geben den Kindern Raum, unterstützen und begleiten sie auf einem Stück ihres Weges.

Wichtige Grundlage unserer pädagogischen Arbeit bildet die Theorie der multiplen Intelligenzen von Howard Gardner.

Zu den spezifischen Methoden der Kreativitätspädagogik zählen z.B.:

  • Inspirationsthemen für ganzheitliche Lernangebote
  • Projektarbeit ausgehend von Themen der Kinder oder Anregungen der Erzieherin
  • ansprechende Räumlichkeiten (Atelier, Kinderküche, Bewegungsgarten u.a.)
  • Einbeziehung der Eltern
  • Portfolioarbeit

Die hundert Sprachen des Kindes

Die Hundert gibt es doch.

Das Kind besteht aus Hundert.
Hat hundert Sprachen
hundert Hände
hundert Gedanken
hundert Weisen
zu denken, zu spielen und zu sprechen

Hundert -
immer hundert Arten
zu hören, zu staunen und zu lieben.
Hundert heitere Arten
zu singen, zu begreifen
hundert Welten zu entdecken
hundert Welten frei zu erfinden
hundert Welten zu träumen.

Das Kind hat hundert Sprachen
und hundert und hundert und hundert.
Neunundneunzig davon aber
werden ihm gestohlen
weil Schule und Kultur
ihm den Kopf vom Körper trennen.

Sie sagen ihm:
Ohne Hände zu denken
ohne Kopf zu schaffen
zuzuhören und nicht zu sprechen.
Ohne Heiterkeit zu verstehen,
zu lieben und zu staunen
nur an Ostern und Weihnachten.

Sie sagen ihm:
Die Welt zu entdecken
die schon entdeckt ist.
Neunundneunzig von hundert
werden ihm gestohlen.

Sie sagen ihm:
Spiel und Arbeit
Wirklichkeit und Phantasie
Wissenschaft und Imagination
Himmel und Erde
Vernunft und Traum
seien Sachen, die nicht zusammen passen.
Sie sagen ihm kurz und bündig,
dass es keine Hundert gäbe.
Das Kind aber sagt:
Und ob es die Hundert gibt.


Loris Malaguzzi