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Kindertagesstätte
"Europakindertagesstätte"

So gelingt die Eingewöhnung mit Ihrem Schützling

 

 


Liebe Eltern,
nun ist es soweit. Nach ausführlichen Gesprächen mit dem/r leitenden Erzieher/in der
Kita über die Konzeption und alle wichtigen Informationen der Kita wird Ihr Kind nun die
„neue Gruppe“ das erste Mal besuchen. Hier sehen und sprechen Sie dann die
Gruppenerzieher/innen, bestaunen den Gruppenraum, das Kita-Gebäude sowie den
Spielplatz und ahnen das erste Mal, welchen großen Schritt Ihr Kind (und vielleicht
auch Sie) vor sich haben.
Dann kommt der große Tag! Mit viel Einfühlungsvermögen werden die
Erzieher/innen der Gruppe Ihnen den Tagesablauf erklären und viel über Ihr Kind
erfahren wollen.
Die erfolgreiche Eingewöhnung ist wichtig für das Wohlbefinden Ihres Kindes.
Ängste und Sorgen von Ihrer Seite übertragen sich besonders nachhaltig in dieser Zeit auf
Ihr Kind.
Die Eingewöhnung ist dann erfolgreich, wenn Ihr Kind eine Bindung zum/r
Erzieher/in aufgebaut hat. Zu erkennen ist dies z.B. daran, ob sich Ihr Kind trösten lässt
und nach kurzer Zeit der Trennungsschmerz vorbei ist.


7Tipps für eine leichtere Eingewöhnung in Krippe oder Kindergarten
Der wohl erste und größte Schritt im Leben eines Kindes ist der Eintritt in die
Kinderkrippe oder den Kindergarten. Für viele Kinder bedeutet das die erste
stundenweise Trennung von den Eltern. Was können Sie tun, damit es Ihrem Kind nicht so
schwer fällt?

1.Die Kindertagesstätte „schmackhaft“ machen
In der Kita darf gespielt und Neues gelernt werden. Lassen Sie das immer wieder in
die Gespräche einfließen. Zeigen Sie Ihrem Kind die Einrichtung und lassen Sie
es die anderen Kinder beim Spielen beobachten. So wird die Neugier geweckt.
2. Bereits vorher mit dem „Abnabeln“ beginnen
Sie können Verwandte und gute Freunde darum bitten, Ihr Kind vielleicht ein bis zwei
Stunden zu beaufsichtigen.
3.Gemeinsamkeiten
Vielleicht geht ein Kind aus dem Freundeskreis oder aus der Nachbarschaft auch in diese
Kita. Dann fühlt sich Ihr Kind möglicherweise wohler und sicherer, wenn es schon
bekannte Kinder dort trifft.
4. Langsame Eingewöhnung
Das Tempo der Eingewöhnung bestimmt Ihr Kind. Die gute Eingewöhnung
erfordert Zeit, die Sie sich unbedingt nehmen sollten. Steigern Sie den Aufent-halt in
der Kita langsam (siehe Berliner Eingewöhnungsmodell im Anschluss). Bitte beachten Sie hier
die Informationen und Hinweise durch die pädagogischen Mitarbeiter.
5.
Keine dramatischen Abschiede
Bitte helfen Sie Ihrem Kind und den Erziehern/innen dabei, indem die
Verabschiedung kurz und vielleicht mit einem Ritual begleitet wird. Hier kennen Sie
Ihr Kind am besten und finden bestimmt das Richtige.
6.Einigkeit mit den Erzieher/-innen
In der Kita wird Ihr Kind viel Neues lernen und dies auch zu Hause anwenden wollen.
Möglicherweise entspricht dies aber nicht den häuslichen Gewohnheiten. Toleranz ist
hier das „Zauberwort“.
7.Vertrauen
Vertrauen in das pädagogische Feingefühl der Erzieherinnen und Erzieher sowie die
engmaschigen Gespräche in dieser Phase tragen dazu bei, es Ihrem Kind und Ihnen so
angenehm wie möglich zu machen. Ein langjähriger Erfahrungsschatz und ein auf die
Bedürfnisse des Kindes abgestimmtes Konzept werden auch die letzten Berührungsängste
verschwinden lassen.
Wir freuen uns auf Ihr Kind und wünschen Ihnen viel Gelassenheit in dieser so
aufregenden Zeit.
Weitere Informationen zum Berliner Eingewöhnungsmodell finden Sie auf unserer
Internetseite www.ill-ev.de unter dem Reiter  ́Elterninformation ́.



Was geschieht während der Eingewöhnungsphase?

Im Beisein der Bindungsperson (= sichere Basis) können Kinder ihre Umgebung
erkunden. Sie nehmen Kontakt zu den Erziehern, evtl. zu anderen Kindern auf und lernen
Raum und Spielzeug kennen. Sie kehren zu Mutter oder Vater zurück, wenn sie sich
unsicher fühlen. So bauen sie ohne Angst eine Beziehung zu den Erziehern auf. Nun ist der
Erzieher oder die Erzieherin in der Lage, das Kind zu trösten. Er kann die Position einer
sicheren Basis für das Kind einnehmen.
Unser Eingewöhnungsangebot (nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell) (Die Dauer
ist sehr unterschiedlich, wir gehen von 2-4 Wochen aus)

1. Grundphase (mindestens 3Tage)
Jeweils für ein bis zwei Stunden erleben Ihr Kind und Sie als
Bezugsperson das Gruppengeschehen. Sie sind teilnehmender
Beobachter, ziehen sich zurück, sind passiv, reagieren aber unbedingt auf die
Kontaktaufnahme Ihres Kindes.
Die Erzieherin/ der Erzieher ist am ersten Tag noch zurückhaltend,
beobachtet Ihr Kind, initiiert Spielangebote. Die Kontaktanbahnung geht eher
von Ihrem Kind aus, indem es mit uns in Blickkontakt tritt, Spielzeug zeigt oder
uns anspricht. In den nächsten beiden Tagen werden wir uns Ihrem Kind
immer aktiver zuwenden und es begleiten.

2. Trennungsversuch (frühestens am vierten Tag)
Nachdem sich Ihr Kind dem Spiel zugewandt hat, werden Sie sich für
einen verabredeten Zeitraum von Ihm verabschieden und halten sich aber in der
Einrichtung auf, damit Sie sofort zurückkommen können, wenn der Kummer zu
groß ist. Ansonsten bleibt es bei der verabredeten Zeit.

3. Stabilisierungsphase (frühestens ab fünftem Tag, nicht an einem Montag!) Die
Trennungsphase wird jetzt ausgedehnt. Wenn Ihr Kind ein Spiel oder eine Tätigkeit
für sich gefunden hat, verabschieden Sie sich wieder kurz und verlassen den
Raum. In Absprache mit den Erziehern wird die Verweildauer vereinbart, wobei Sie
sich noch in der Nähe aufhalten. Die Erzieher/innen übernehmen nun auch
schon Teile der Versorgung Ihres Kindes, eventuell kann das Kind auch schon mal
schlafen.

4. Schlussphase (nach einer bis drei Wochen)
Ihr Kind hat Vieles kennengelernt und vertraut der neuen Bezugsperson – der
Erzieherin/dem Erzieher auch in schwierigen Situationen.
Jetzt wird der Zeitraum verlängert. Ihr Kind sollte nach Möglichkeit vorerst nur zur
Tageskernzeit in die Einrichtung kommen, damit es nicht zu einer Überforderung
kommt.


Wie können Sie sich und Ihr Kind auf die Zeit der Eingewöhnung vorbereiten?
• Essens- Schlafrhythmus evtl. schon vorher an die Zeiten der Kita
anpassen
• Eingewöhnung nicht mit einem kurz zuvor oder gerade
erkrankten Kind beginnen
• Urlaub so planen, dass er nicht kurz nach der Eingewöhnung liegt
• in der ersten Zeit immer zur gleichen Zeit kommen und abholen
• vertraute Gegenstände, wie ein Kuscheltier können mitgebracht
werden
• wenn sich Ihr Kind schwer von einem Elternteil trennen lässt,
kann vielleicht das andere Elternteil die Eingewöhnung begleiten
Dieses Angebot soll Ihnen eine Vorstellung darüber vermitteln, wie Ihr
Kind eingewöhnt werden könnte. Da jedes Kind, jede Familie sich unterscheiden,
machen wir auch in der Eingewöhnung Unterschiede.
Wir besprechen mit Ihnen jeden einzelnen Tag und finden für Ihr Kind die passende
Eingewöhnung.